Zuflucht geben – gemeinsam hoffen

Die Ausstellung „Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“ zeigt die Perspektive von Geflüchteten, die im Kirchenasyl sind und waren. Neun Portrait-Fotos mit Texten über die Fluchtgeschichte und Erfahrungen von Familien und Einzelpersonen im Kirchenasyl sind auf Roll-Ups gedruckt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen also Menschen auf der Flucht, die ihre Erfahrungen der Entrechtung erzählen und darin als Subjekte ihres Handelns vorgestellt werden. Zudem gibt es drei weitere Roll-Ups über die Praxis des Kirchenasyls und mit Zitaten von in der Kirchenasylarbeit engagierten Personen.

Wanderausstellung zum Kirchenasyl

Die Ausstellung kann bei uns ausgeliehen werden, um sie in Kirchengemeinden oder Bildungseinrichtungen zu zeigen. Wir unterstützen Sie auch sehr gerne bei einem begleitenden Veranstaltungs- und Gottesdienstprogramm.

Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Termine

18.05.-08.06.2026 
Kirchenkreis Hagen

20.06.-27.06.2026
Dortmund, Stadtkirche St. Reinoldi

04.06.-12.06.2026
St. Thomas Morus / Bonner Norden
Pommernstrasse 1, 53119 Bonn

Ansprechpartnerin: Verica Dominic-Bernards, verica.dominic-bernards@caritas-bonn.de, 0152 37692617

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 10.06.2026 ab 19:00 Uhr
Vortrag und Diskussion: „Die letzte Zuflucht. Menschenrechtsschutz im Kirchenasyl“

13.06.-14.06.2026
St. Rochus / Bonner Norden
Rochusstraße 223, 53123 Bonn

Ansprechpartnerin: Verica Dominic-Bernards, verica.dominic-bernards@caritas-bonn.de, 0152 37692617

15.06.- 21.06.2026
St. Albertus Magnus / Bonn Bad Godesberg
Albertus-Magnus-Str. 37, 53177 Bonn Bad Godesberg

Ansprechpartner*in: Michael Haas-Busch, kirchenasyl@godesberg.com, 0173 9117728 und Alice von Spee, fluechtlingshilfe@godesberg.com, 0160 9100 7679

20.06.-27.06.2026
Dortmund, Stadtkirche St. Reinoldi

22.06.-28.06.2026
Ev. Trinitatiskirchengemeinde Bonn Endenich
Brahmsstraße 14, 53121 Bonn

Ansprechpartnerin: Johanna Lüttge, luettge@uni-bonn.de, 0176 84608033

Filmvorführung am Donnerstag, den 25.06.2026 um 18:30 Uhr
über die Abschottung und die sich zunehmend schließenden Grenzen eines Einwanderungslandes

29.06.-11.07.2026
Ev. Kirchengemeinde Beuel / Nommensen-Kirche
Am Weidenbach 21, 53229 Bonn

Ansprechpartner: Henning Lübbecke, henning.luebbecke@ekir.de, 0151 11596877

Vernissage am Montag, den 29.06.2026
"Was ist modernes Kirchenasyl - Theologische & juristische Impulse aus der kirchlichen Praxis"

Finnische am Freitag, den 10.07.2026
"Nach dem Kirchenasyl: Perspektiven und Berichte aus der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten"

12.07.-19.07.2026
Ev. Kirchengemeinde im Bonner Westen / Matthäikirche
Gutenbergstraße 10, 53123 Bonn

Ansprechpartnerin: Ursula Bihler, ursula.bihler@ekir.de, 0175 9814003

Lesung am Montag, den 13.07.2026, in der Ev. Bücherei an der Matthäikirche
zum Thema „Fremd sein“

Die Ausstellung richtet sich an Interessierte, um sie für die Geschichten und Erfahrungen der vorgestellten Geflüchteten zu sensibilisieren. Ebenso sollen Berührungsängste angesichts der zunehmend angespannten migrationspolitischen Situation bei den Besucher:innen der Ausstellung überwunden werden, um sich mit Migration und Abschiebungen auseinanderzusetzen. Das Kirchenasyl wird hierbei als eine mögliche christliche Praxis der Gastfreundschaft von Gemeinden vorgestellt.

Ich war so glücklich, als ich ins Kirchenasyl aufgenommen wurde. Aber es war auch eine schwere Zeit.
— Raad
Den Tag, an dem das Kirchenasyl endete, werde ich nie vergessen, denn ich fühlte mich frei. Es war so ein Aufbruchsgefühl.
— Rauan
Ich weiß nicht, was ohne das Kirchenasyl aus mir geworden wäre.
— Javad

Um ein Kirchenasyl zu organisieren, braucht es, prägnant zusammengefasst, drei Dinge:  Bett, Brot und Beziehung. Dafür steht in der Ausstellung eine Installation von Möbeln in Notfall-Orange: ein Bett, ein Tisch, auf dem ein Brot liegt und zwei Stühle. Eine weitere Installation mit Schwimmweste verweist auf das Sterben von Menschen, die auf der Flucht sind.

Die Ausstellung ist von Aktiven aus der Kirchenasylarbeit im Münsterland konzipiert und umgesetzt worden. Die Portrait-Fotos wurden von einem iranischen Künstler aufgenommen. Die Texte der Ausstellung wurden auf der Grundlage von Interviews mit Menschen im Kirchenasyl von Gerburgis Sommer erstellt.

Ermöglicht wurde die Ausstellung mit Unterstützung von den Pfarreien Liebfrauen-Überwasser Münster und St. Sixtus Haltern am See, den Katholischen Frauen Deutschland (KfD) im Bistum Münster und Maria 2.0 Münster Hl. Kreuz. Wir danken für die Unterstützung durch die Fachstelle Weltkirche und globale Zusammenarbeit des Bistums Münster, die Flüchtlingshilfe Hiltrup und die Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost.